Rondartschier - Rontartschier

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ondartschiere waren Schwertkämpfer spanischer und österreichischer Herkunft.

Bewaffnet mit Stahlbrustharnisch, Arm- und Beinschienen, einem leichten Kettenhemd, Stahlhelm, Langschwert (Rapier) und der Rondartsche (Rundschild), stellten sie sich tapfer und unermüdlich dem Feind im Nahkampf entgegen.
Ihr Mut und die ausgefeilte Kampftechnik wurde mit einem sog. Doppelsold belohnt, auch aus diesem Grund galten die Rontartschiere als Elite und Bessergestellten unter den Söldnern.

Rondartschierformationen waren die letzten mit "kaltem Stahl" bewaffneten Infanterieregimenter. Sie warteten in quadratischen Formationen auf eine Feuerpause, um anschließend die feindlichen Musketierformationen zu zerschlagen.

Sie wurden meist durch Musketenfeuer von hinten gedeckt. Sie waren außerordentlich erfolgreich und fügten den feindlichen Musketieren und Pikenieren schwere Verluste zu. Da sie den Pikenieren, welche die anderen europäischen Staaten als Nahkämpfer verwendeten, überlegen waren, rekrutierten auch bald die Bayern und Polen Söldnerrondartschiere. Sie wurden auch erfolgreich eingesetzt, wenn sich zwei Pikenierfomationen verkeilt haben. Denn sie versuchten, die gegnerischen Piken mit den Schilden abzuwehren und die Pikeniere mit dem Schwert niederzuschlagen.

Trotz ihrer Erfolge verschwand im 18. Jahrhundert dieser letzte mittelalterliche Rest aus dem österreichischen Heer, da die Musketen schon so weit verbessert waren, dass eine Feuerpause zum Nachladen nicht mehr nötig war und die Musketiere beinahe unschlagbar machten.

(die Quellen sind lediglich Auszüge, für die Richtigkeit wird keinerlei Gewähr übernommen)

 

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NetObjects Fusion 2015
NetObjects Fusion 2015

Rontartschiere